„Lieber Herr Moosmann, ich bin begeistert“ schreibt Arvo Pärt. Und Giya Kancheli: „As for the atmosphere and mood, I think I heard one of the best interpretations of my 7th symphony“. Oder Sir John Tavener: „Dear Christoph, I wanted to say how excited I am by the new work for you. I have never written anything so inspired“. „Une révolution! Recommandé! Un parfait musicien, un jeu exceptionnel, tout en finesse mais aussi rigoureux et enthousiaste“ jubelt Le Repertoire des Disques Compacts - egal ob als Organist, Dirigent oder Anreger und Partner von Komponisten, ob symphonisch-romantische oder Neue Musik: Christoph Maria Moosmann ist und bleibt un „interprèt exceptionnel“ wie es Jean Mallet in Le Monde de la Musique einmal formuliert hat.
In der Tat: Das Orgelspiel von Christoph Maria Moosmann nimmt seit Jahren eine Sonderstellung ein, geht es doch weit über frappierende Perfektion und atemberaubende Virtuosität hinaus: Seine so mitreissenden wie millimetergenauen Interpretationen, mit denen sich Moosmann international einen Namen gemacht hat, sind klingende Bekenntnisse. Mit kompromisslos akribischer, oft jahrelanger Vorbereitung nähert er sich der Musik, um sie schliesslich mit künstlerischem Selbstbewusstsein zu gestalten. Genauso versteht es Moosmann als Dirigent, symphonische Werke der Spätromantik bis hin zur zeitgenössischen Musik mit grossem Einfühlungsvermögen in ihrer ganzen Tiefe und Komplexität auszuloten. Schon während seiner Studienzeit in Freiburg im Breisgau wirkte Christoph Maria Moosmann als Organist und künstlerischer Leiter der Musiktage an der Universität Freiburg. Als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes schloss Moosmann sein Studium mit dem A-Examen für katholische Kirchenmusik sowie dem Solistendiplom im Fach Orgel ab. Es folgte ein Kapellmeisterstudium in Basel und Zürich. Nach seiner Tätigkeit als Organist der Universitätskirche Freiburg i.Br. sowie der Stadtkirchen Wil und Dübendorf ist Christoph Maria Moosmann derzeit Organiste Titulaire de la Collégiale St. Germain de Moutier. Konzertreisen führten Christoph Maria Moosmann durch ganz Europa sowie nach Japan. Er trat als Solist unter anderem mit den Berliner und Bamberger Symphonikern, mit der lettischen Staatsphilharmonie, dem Symphonieorchester des Norddeutschen Rundfunks sowie dem Hilliard Ensemble auf. Moosmann war Gastdozent an der Universität Mainz, der Musikhochschule Nürnberg, am Ostrava Summer Institute for Composers and Performers und produzierte für viele europäische Rundfunkanstalten. Schon früh kam Christoph Maria Moosmann mit wichtigen Komponisten in Kontakt und wurde so schnell zu einem gefragten Experten für zeitgenössische Musik und Spezialist für diffizile Uraufführungen. Noch unbekannter Musik Gestalt und Gültigkeit verleihen - seine Einspielung von Ernst Helmuth Flammers zwölfteiligem Zyklus superverso per organo setzte in dieser Hinsicht Massstäbe. Aber auch die Gesamtaufnahme der Orgelwerke von Arvo Pärt und César Franck, und insbesondere die Einspielung der vier Symphonien op. 42 von Charles-Marie Widor ernteten höchstes Kritiker-Lob. Christoph Maria Moosmanns ungewöhnlich breit gefächerte Interessen, besonders für Philosophie und Naturwissenschaften, aber auch für Weltreligionen und Spiritualität sowie seine theoretische und praktische Beschäftigung mit Neuer Musik führte zur Komposition von Antiphona, einer Liturgie für Gesang, Orgel und Licht nach Texten der Hildegard von Bingen (Eine Einspielung zusammen mit der Mezzosopranistin Liliana Nikiteanu ist als antiphona nova erschienen) und schliesslich zur Gründung des festival religio musica nova . Dessen Höhepunkte waren Cinerum, das opus summum von Horatiu Radulescu, urgaufgeührt vom Hilliard Ensemble und insbesondere die erste, in symphonischen Dimensionen vollständig vertonte transreligiöse lateinische Messe der Welt, die Sollemnitas in Conceptione Immaculata Beatae Mariae Virginis, die der englisch Star-Komponist Sir John Tavener auf Anregung von Christoph Maria Moosmann komponiert hat. Die Sollemnitas wurde am 8. Dezember 2007 im Zürcher Grossmünster vom Rundfunkchor Berlin, dem Zürcher Kammerorchester, dem Amar-Quartett und Christoph Maria Moosmann an der Orgel uraufgeführt. Das Schweizer Fernsehen widmete dem Festival eine eigene Sternstunden-Sendung.
Inzwischen ist Christoph Maria Moosmann zur absoluten Musik zurückgekehrt. Anknüpfend an seine Kapellmeisterstudien erhält er derzeit bei Maestro Liutauras Balciunas den letzten Schliff als Dirigent in der Tradition der berühmten, von Ilja Musin begründeten Petersburger Schule, aus der so bedeutende Dirigenten wie Yuri Temirkanov oder Valery Gergiev hervorgegangen sind. Symphonien und symphonische Dichtungen von Mozart, Beethoven, Brahms, Strauss, Tschaikovsky, Rachmaninov aber auch Gija Kancheli zählen zu Moosmanns Repertoire. Seit Oktober 2009 ist Christoph Maria Moosmann ständiger Gastdirigent des Philharmonic Orchestra of Lugansk.
(Stand: August 2010) |